Forthing Friday im Test: Großer Akku, fatale Ladeschwäche

Der Forthing Friday kommt mit einem auf den ersten Blick starken Datenblatt nach Deutschland: 85,9 kWh Akkukapazität, bis zu 510 Kilometer WLTP-Reichweite und ein Preis von rund 46.990 Euro. Der auch als T5 Evo Electric bekannte Elektro-SUV leistet 150 kW (204 PS) und tritt damit in einem hart umkämpften Segment an. Doch eine Zahl passt nicht zum großen Akku: die maximale DC-Ladeleistung von nur 80 kW.

Genau hier zeigt sich die größte Schwäche des Forthing Friday. Für den Ladehub von 30 auf 80 Prozent werden rund 45 Minuten angegeben – trotz einer Batterie, die eigentlich für längere Strecken prädestiniert wäre. Damit stellt sich die entscheidende Frage: Was bringen 510 Kilometer WLTP-Reichweite, wenn der nächste Schnellladestopp deutlich länger dauert als bei vielen modernen Elektro-SUVs?
Preis-Leistungs-Analyse: Forthing Friday gegen Tesla Model Y
Die zentrale These, mit der Importeure neue Marken auf dem europäischen Markt zu etablieren versuchen, lautet fast immer: mehr Ausstattung und mehr Reichweite für weniger Geld. Der Forthing Friday scheint diese Strategie auf den ersten Blick zu verfolgen, wenn man ihn direkt mit dem Bestseller, dem Tesla Model Y, vergleicht. Um diese Behauptung zu verifizieren, ist jedoch eine direkte Gegenüberstellung der fundamentalen technischen Parameter und der daraus resultierenden Kosten unumgänglich. Die nachfolgende Gegenüberstellung der Kerndaten schafft eine faktenbasierte Grundlage für die Bewertung, die über reine Marketingversprechen hinausgeht.
Parameter |
Forthing Friday |
Tesla Model Y Long Range RWD |
|---|---|---|
Plattform |
Modifizierte Verbrenner-Plattform (Dongfeng) |
Dedizierte EV-Plattform |
Antrieb |
Frontmotor (FWD) |
Heckantrieb (RWD) |
Leistung |
150 kW (204 PS) |
ca. 220 kW (299 PS) |
Batterie (brutto) |
85,9 kWh |
ca. 79 kWh |
Zellchemie |
Nicht offiziell spezifiziert (vermutl. NMC) |
NMC (LG/Panasonic) |
WLTP-Reichweite |
510 km |
600 km |
Max. DC-Ladeleistung |
80 kW |
ca. 250 kW |
Ladezeit 10-80% (Hersteller) |
ca. 55-60 min (geschätzt, da nur 30-80% in 45 min angegeben) |
ca. 27 Minuten |
Kofferraumvolumen |
480 Liter |
854 Liter (hinten) + 117 Liter (Frunk) |
Leergewicht |
ca. 1.985 kg |
ca. 1.959 kg |
Preis (Basis) |
ca. 46.990 € |
ab 48.990 € (variiert, oft günstiger durch Boni) |
Die Tabelle verdeutlicht die Schwäche der Marktstrategie des Forthing Friday. Er ist nur unwesentlich günstiger als ein Tesla Model Y Long Range mit Heckantrieb, das trotz etwas kleinerer Batterie eine höhere Reichweite, deutlich mehr Leistung, eine über dreimal so hohe Ladeleistung, ein weitaus größeres Ladevolumen inklusive Frunk und ein überlegenes Software-Ökosystem bietet. Der minimale Preisunterschied wird durch die massiven technischen und praktischen Nachteile des Forthing Friday nicht annähernd aufgewogen. Die Annahme eines überlegenen Preis-Leistungs-Verhältnisses ist somit bereits auf Basis der Werksangaben widerlegt, wobei sich die eigentliche Schwäche erst in der Analyse der Ladeperformance und der Effizienz vollständig offenbart.
Analyse des Antriebsstrangs: 85,9 kWh Akku trifft auf 80 kW Lade-Limit
Das Kernproblem des Forthing Friday für den europäischen Markt lässt sich auf eine einzige, fundamentale Inkompatibilität reduzieren: die Kombination einer sehr großen Batterie mit einer unterdurchschnittlichen Ladeleistung. Auf dem heutigen Markt, auf dem selbst Kompaktfahrzeuge Ladeleistungen von 150 kW und mehr als Standard etabliert haben, ist dieser Wert für ein 4,76 Meter langes SUV nicht mehr konkurrenzfähig. Die technischen Schwachpunkte sind vielschichtig und bedürfen einer genauen Betrachtung.
Unterdurchschnittliche Ladekurve: Die vom Importeur kommunizierte Ladezeit von 45 Minuten für den Bereich von 30 % auf 80 % State of Charge (SoC) ist aufschlussreich. Geht man von einer nutzbaren Nettokapazität von circa 80 kWh aus, bedeutet dies, dass in 45 Minuten lediglich 40 kWh nachgeladen werden (50 % von 80 kWh). Dies entspricht einer durchschnittlichen Ladeleistung von nur 53,3 kW in diesem wichtigsten Ladefenster. Ein solch niedriges Ladekurvenplateau ist für ein Fahrzeug dieser Preis- und Größenklasse inakzeptabel.
Fehlendes Thermomanagement: Es fehlt eine aktive Vorkonditionierung der Batterie vor dem Schnellladevorgang, wie sie bei Tesla, Hyundai oder Porsche Standard ist. Ohne eine auf die optimale Temperatur gebrachte Zelle kann die maximale Ladeleistung, insbesondere bei kalten Außentemperaturen, nicht erreicht werden. Die angegebenen 80 kW stellen somit nur ein theoretisches Maximum unter Idealbedingungen dar. Im deutschen Winter dürften die realen Ladeleistungen nochmals deutlich darunter liegen.
Praktische Auswirkungen auf Reisen: Während ein Tesla Model Y oder ein Hyundai Ioniq 5 in rund 20 Minuten Energie für 250-300 Kilometer nachladen, benötigt der Forthing Friday für eine vergleichbare Energiemenge fast die dreifache Zeit. Die große Batterie verkehrt sich so ins Gegenteil ihres Nutzens: Sie muss auf langen Strecken mit sehr geringer Geschwindigkeit wieder gefüllt werden, was die Reisezeit erheblich verlängert.
Intransparente Zellchemie: Für den europäischen Markt ist nicht eindeutig spezifiziert, ob Lithium-Eisenphosphat-Zellen (LFP) oder Nickel-Mangan-Kobalt-Zellen (NMC) zum Einsatz kommen. Diese Information ist jedoch kaufentscheidend, da sie die Zyklenfestigkeit, Kälteresistenz und Energiedichte direkt beeinflusst. Ohne diese Angabe erwirbt der Kunde ein System mit unklaren Langzeiteigenschaften und unkalkulierbarem Verhalten bei Kälte.
Die Diskussion um die richtige Akkugröße im Elektroauto muss immer im Kontext der Ladeperformance geführt werden. Eine große, aber langsam ladende Batterie bietet in der Praxis kaum Vorteile gegenüber einem kleineren, aber schnellladenden Akku, wie unsere Ergebnisse aus dem umfassenden Leitfaden zu Elektroauto-Akkus im Praxistest unterstreichen.
Verbrauch in der Realität: Wo die 510 WLTP-Kilometer wirklich landen
Die offizielle WLTP-Reichweite von 510 Kilometern setzt einen hohen Erwartungswert, der einer kritischen Prüfung bedarf. Ausgehend von einer angenommenen Nettokapazität von 80 kWh würde dies einem normierten Verbrauch von nur 15,7 kWh/100 km entsprechen – ein Wert, der für ein fast zwei Tonnen schweres SUV als äußerst optimistisch eingestuft werden muss. Erste Praxistests aus dem Ausland, die unter realitätsnahen Bedingungen stattfanden, zeichnen jedoch ein Bild, das signifikant von den Normwerten abweicht. Dort werden reale Reichweiten zwischen 300 und 350 Kilometern bei gemischter Fahrweise genannt, was einen Realverbrauch von 23 bis 27 kWh/100 km impliziert.
Ein solcher Verbrauch von 23 bis 27 kWh/100 km ist für ein Elektroauto mit lediglich 150 kW Leistung und Frontantrieb als ineffizient einzustufen. Es deutet darauf hin, dass der gesamte Antriebsstrang – von der Leistungselektronik über den Inverter bis hin zum Motor selbst – nicht auf maximale Effizienz optimiert ist. Weitere Gründe könnten parasitäre Ladeverluste, ein hoher Eigenverbrauch der Bordelektronik sowie der Rollwiderstand der Bereifung und die Aerodynamik des hochbauenden Fahrzeugs sein. Während Hersteller wie Tesla oder Hyundai Jahre in die Feinabstimmung ihrer Antriebsstränge investiert haben, um die Effizienz zu maximieren, wirkt der Forthing Friday wie ein Fahrzeug der ersten Generation, bei dem Ineffizienzen durch eine große Batterie kompensiert werden sollen. Auf der deutschen Autobahn bei einer Richtgeschwindigkeit von 130 km/h dürfte die Reichweite im Winter kaum über 250 Kilometer liegen, sodass in Kombination mit der langsamen Ladegeschwindigkeit jede längere Fahrt eine sorgfältige und zeitraubende Planung erfordert. Diese mangelnde Effizienz hat direkte finanzielle Konsequenzen, denn ein höherer Verbrauch bedeutet höhere Stromkosten pro Kilometer. Während der Fahrer eines effizienten Elektroautos mit 16-18 kWh/100 km fährt, muss der Forthing-Fahrer mit deutlich höheren Betriebskosten kalkulieren.
Fahrwerksabstimmung und Interieur: Zwischen Komfortanspruch und Software-Defiziten
Das Fahrverhalten des Forthing Friday ist auf Komfort ausgelegt. Während die Federung lange Wellen auf der Autobahn souverän verarbeitet, neigt sie bei kurzen, harten Stößen zum Poltern. In schnell gefahrenen Kurven macht sich der hohe Schwerpunkt durch eine deutliche Wankneigung bemerkbar, und die Lenkung arbeitet mit übermäßiger Leichtgängigkeit und vermittelt kaum Rückmeldung. Die Abstimmung ist klar auf den asiatischen Markt zugeschnitten, wo ein komfortables, gleitendes Fahren höher bewertet wird als die dynamische Präzision, die europäische Kunden oft erwarten. Es fehlt die feinsinnige Abstimmung, die ein Fahrzeug wie der Mercedes CLA Shooting Brake selbst in seiner Basisversion bieten wird.
Im Interieur empfängt der Forthing Friday seine Passagiere mit einem auf den ersten Blick ansprechenden Ambiente, bei dem zwei große Bildschirme das Cockpit dominieren und die Materialauswahl an sichtbaren Stellen solide wirkt. Bei genauerem Hinsehen und Fühlen offenbaren sich jedoch Schwächen wie Hartplastik in den unteren Bereichen, ungleichmäßige Spaltmaße und eine teils lieblose Verarbeitung von Details. Besonders schwer wiegen die Defizite bei Software und Infotainment:
Unausgereifte Benutzeroberfläche: Die Menüführung ist verschachtelt und unlogisch, die Übersetzungen ins Deutsche sind fehlerhaft und die Reaktionsgeschwindigkeit des Touchscreens ist träge. Es kommt immer wieder zu Verzögerungen oder Abstürzen einzelner Funktionen.
Ungeklärter Software-Support: Es gibt keinerlei Informationen über eine Over-the-Air (OTA) Update-Fähigkeit. Dies bedeutet, dass Fehlerbehebungen, neue Funktionen oder Kartenupdates einen Werkstattbesuch erfordern könnten.
Verantwortungs-Vakuum: Völlig unklar ist, wer für die Durchführung dieser Updates verantwortlich ist – der chinesische Hersteller Dongfeng oder der deutsche Importeur Indimo – und wie lange ein Software-Support garantiert wird.
Fehlende Zukunftsfunktionen: Fortschrittliche Funktionen wie eine intelligente Ladeplanung oder die Integration von Vehicle-to-Grid-Technologien, wie sie in Hyundais Vehicle-to-Grid Offensive eine zentrale Rolle spielen, sind hier nicht einmal im Ansatz vorhanden.
In einer Zeit, in der das Auto zunehmend zu einem softwaredefinierten Produkt wird, stellt diese Situation ein enormes Risiko für den Käufer dar.
Vor – und Nachteile Forthing Friday im Test
Vorteile
- Große Brutto-Batteriekapazität: Mit 85,9 kWh ist der Akku nominell größer als bei vielen Konkurrenten in dieser Preisklasse.
- Umfangreiche Serienausstattung: Das Fahrzeug wird in Deutschland in einer nahezu vollausgestatteten Variante angeboten, was den Konfigurationsprozess vereinfacht.
- Geräumiger Innenraum: Das Platzangebot für Passagiere auf Vorder- und Rücksitzen ist großzügig.
- Komfortorientiertes Fahrwerk: Auf langen, ebenen Strecken bietet der Forthing Friday einen hohen Federungskomfort.
Nachteile
- Extrem langsame DC-Ladeleistung: Maximal 80 kW und eine durchschnittliche Ladeleistung von ca. 53 kW sind für diese Akkugröße inakzeptabel und nicht langstreckentauglich.
- Intransparente Technik: Weder Zellchemie noch Nettokapazität oder Details zum Thermomanagement sind offiziell spezifiziert.
- Ineffizienter Antrieb: Hoher Realverbrauch von über 23 kWh/100 km, der die Vorteile der großen Batterie zunichtemacht.
- Undurchsichtige Service- und Ersatzteillage: Abhängigkeit von einem Importeur mit dünnem Werkstattnetz; keine Transparenz bei Kosten und Verfügbarkeit von Ersatzteilen.
- Prognostizierbar hoher Wertverlust: Als Exot ohne Markenimage und mit technischen Schwächen ist ein überdurchschnittlich hoher Wertverlust absehbar.
- Kein Frunk und kleinerer Kofferraum: Trotz großer Außenabmessungen weniger Ladevolumen als die Hauptkonkurrenz.
- Unausgereifte Software: Langsames, fehlerhaft übersetztes Infotainment ohne klaren Update-Pfad (kein OTA).
Das größte Risiko: Service-Vakuum und die Kosten-Blackbox nach dem Kauf
Die größte und am häufigsten unterschätzte Schwachstelle beim Kauf eines Fahrzeugs einer neuen, unbekannten Marke ist nicht die Technik selbst, sondern die gesamte Infrastruktur, die nach dem Kauf zum Tragen kommt. Da der Forthing Friday in Deutschland nicht von einem Hersteller mit eigener Niederlassung, sondern vom Generalimporteur Indimo vertrieben wird, liegt das gesamte Service-, Garantie- und Ersatzteilwesen in der Hand eines einzigen Unternehmens und dessen Partnerwerkstätten. Dieses Modell birgt für den Kunden signifikante Risiken, weil die Dichte des Werkstattnetzes nicht annähernd mit der von etablierten Marken wie VW, Hyundai oder selbst Tesla vergleichbar ist. Was passiert bei einer Panne in einer ländlichen Region? Wer ist der Ansprechpartner für komplexe Garantiefragen, insbesondere bei Problemen mit der Hochvoltbatterie? Ein Käufer begibt sich somit in eine direkte Abhängigkeit von der wirtschaftlichen Stabilität und dem Engagement dieses einen Importeurs.
Noch kritischer ist die Ersatzteilversorgung, denn es existiert keinerlei öffentliche Information über die Kosten und Lieferzeiten für typische Verschleiß- oder Unfallteile. Was kostet ein neuer LED-Scheinwerfer nach einem Parkrempler? Wie lange dauert die Lieferung einer neuen Stoßstange oder einer Seitenscheibe aus China? Wochen- oder gar monatelange Wartezeiten auf essenzielle Teile, die ein Fahrzeug lahmlegen, sind ein kalkulierbares Risiko. Zudem sind die Kosten für einen Batterietausch nach Ablauf der Garantie eine vollständige Unbekannte, die den Restwert des Fahrzeugs übersteigen dürfte. Diese totale Intransparenz bei den Folgekosten stellt ein finanzielles Risiko dar, das kein Käufer eingehen sollte.
Schließlich ist der Wertverlust zu betrachten. Da der Restwert eines Fahrzeugs maßgeblich von der Markenreputation, der Zuverlässigkeit, der Dichte des Servicenetzes und der Ersatzteilversorgung bestimmt wird – und der Forthing Friday keines dieser Kriterien erfüllt – ist als unbekannter Exot mit technischen Schwächen und einer unsicheren Servicezukunft ein überdurchschnittlich hoher Wertverlust vorprogrammiert. Während der Markt für gebrauchte Tesla Model Y liquide ist und die Preise relativ stabil sind, was die Gesamtkosten über die Haltedauer senkt, muss ein Forthing-Käufer damit rechnen, nach wenigen Jahren einen Großteil seiner Investition von fast 47.000 Euro abgeschrieben zu haben. Die Marktdynamik ist unerbittlich: Die Tatsache, dass Tesla verliert in Europa – Deutschland wird zum Schlüsselmarkt für neue Wettbewerber, bedeutet nicht, dass jedes neue Angebot automatisch erfolgreich ist, denn nur technisch und strukturell überzeugende Produkte haben eine Chance.
Ingenieursanalyse des Forthing Friday: Mein Fazit als Fachjournalist
Nach eingehender Analyse komme ich zu einem klaren Urteil: Der Forthing Friday ist für mich ein aufschlussreiches Studienobjekt, aber keine Empfehlung für den deutschen Markt. Das Fahrzeug ist ein für eine unausgewogene Entwicklung, bei der ein einzelner, marketingträchtiger Parameter – die Brutto-Akkukapazität – überbetont wird, während fundamentale Ingenieursdisziplinen wie Effizienz, Thermomanagement und Ladeperformance vernachlässigt werden. Für mich wirkt die Konstruktion wie der Versuch, mit der Technologie von gestern auf dem Markt von heute zu konkurrieren. Die daraus resultierende Kombination aus hohem Gewicht, hohem Realverbrauch und extrem langsamer Ladegeschwindigkeit macht den nominellen Vorteil der großen Batterie in der Praxis vollständig zunichte.
Die technischen Mängel allein wären schon ein Grund zur Vorsicht. In Kombination mit der problematischen strukturellen Aufstellung – dem Vertrieb über einen einzelnen Importeur, dem daraus resultierenden Service-Vakuum, der völligen Intransparenz bei Ersatzteilkosten und der unausgereiften Software – wird der Kauf aus meiner Sicht jedoch zu einem unkalkulierbaren Risiko. Ich bin überzeugt, dass der prognostizierte, hohe Wertverlust den vermeintlichen Preisvorteil bei der Anschaffung in ein erhebliches finanzielles Risiko über die Haltedauer verwandelt. Meine Einschätzung ist klar: Der Forthing Friday ist kein ernsthafter Konkurrent für ein Tesla Model Y, einen Skoda Enyaq oder einen Hyundai Ioniq 5. Er ist vielmehr ein Exot, der demonstriert, wie anspruchsvoll der europäische Automobilmarkt ist und dass es mehr braucht als ein großes Datenblatt, um hier zu bestehen.
Am Ende bleibt für mich eine entscheidende, unbeantwortete Frage technischer Natur: Basiert die Ladeschwäche auf einer bewussten, konservativen Limitierung zum Schutz einer unbekannten und potenziell minderwertigen Zellchemie, oder ist sie ein unumgänglicher Konstruktionsfehler des gesamten Batteriesystems, der auch durch zukünftige Software-Updates nicht zu beheben sein wird? Solange diese Frage offen ist, rate ich jedem potenziellen Käufer zur Vorsicht.




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