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Xiaomi SkyNomad N90 Max (Pengcheng) Test: Das 1.700-km-SUV, das den Mercedes GLS deklassiert

Das Premium-Elektro-Crossover Xiaomi SkyNomad N90 Max in der Nähe eines Bergsees
Xiaomi SkyNomad N90 Max

Es gibt Autos, die den europäischen Markt vorsichtig abtasten, und es gibt Autos, die mit der Wucht eines Güterzuges durch die Vordertür brechen. Der neue Xiaomi SkyNomad N90 Max (in China als Pengcheng N90 Max bekannt) gehört zweifellos zur zweiten Kategorie. Wenn ein Tech-Gigant wie Xiaomi ein SUV mit den Abmessungen eines Panzers (5,28 Meter Länge) baut, einen EREV-Antrieb (Range Extender) mit einer massiven 76-kWh-Batterie kombiniert und das Ganze als luxuriösen 7-Sitzer verpackt, dann müssen sich etablierte Platzhirsche wie der Kia EV9, der BMW X7 oder der Mercedes-Benz GLS extrem warm anziehen.

Grüner SUV Xiaomi SkyNomad N90 Max an der Küste im Sonnenuntergang
Xiaomi SkyNomad N90 Max

Die nackten Zahlen des Modelljahres 2026 sind eine Provokation für die europäische Konkurrenz: 310 kW (421 PS) Allradantrieb, eine rein elektrische Reichweite von 464 Kilometern (nach CLTC), ein 60-Liter-Benzintank als Backup und ein absurder kumulierter Aktionsradius von 1.705 Kilometern. Dazu ein Kofferraum, der selbst bei voller Besetzung mit sieben Personen noch 577 Liter schluckt. In diesem Testbericht zerlegen wir den chinesischen Raumkreuzer in seine Einzelteile. Wir prüfen, wie sich der EREV-Antrieb auf der deutschen Autobahn verhält, wenn die 76-kWh-Batterie zur Neige geht, wie alltagstauglich das riesige 2+2+3-Sitzkonzept wirklich ist und ob die Software von Xiaomi die europäische Premium-Klasse endgültig deklassiert.

Das transparente Innere des modernen Xiaomi SkyNomad N90 Max
Xiaomi SkyNomad N90 Max

1. Das EREV-Konzept: Der Range Extender in Perfektion

Um den Xiaomi N90 Max zu verstehen, muss man sich vom Gedanken eines klassischen Plug-in-Hybriden (PHEV) verabschieden. Bei einem PHEV (wie einem BMW X5 xDrive50e) sind sowohl der Verbrenner als auch der Elektromotor mechanisch mit den Rädern verbunden. Der N90 Max nutzt hingegen das EREV-Prinzip (Extended-Range Electric Vehicle). Das bedeutet: Die Räder werden immer, ausnahmslos und ausschließlich von den beiden Elektromotoren angetrieben. Der verbaute Verbrennungsmotor hat keinerlei mechanische Verbindung zur Kardanwelle oder den Achsen. Er fungiert als reiner, hocheffizienter Stromgenerator, der die Hochvoltbatterie während der Fahrt auflädt, sobald der SoC (State of Charge) einen kritischen Wert unterschreitet.

Dieses Konzept ist für ein 5,28 Meter langes und (geschätzt) 2,7 Tonnen schweres SUV genial. Warum? Weil der Wagen das perfekte, drehmomentstarke Fahrgefühl (Instant Torque) eines echten Elektroautos behält, ohne das Gewicht einer 130-kWh-Batterie mit sich herumschleppen zu müssen, die für 600 echte Autobahn-Kilometer nötig wäre. Stattdessen verbaut Xiaomi eine für BEV-Verhältnisse durchschnittliche, für Hybride aber absolut gigantische 76-kWh-NMC-Batterie („Dragon Armor Battery“). Allein diese Batterie fasst mehr Strom als der Akku eines VW ID.4 Basismodells.

Die Reichweiten-Mathematik ist beeindruckend: Laut chinesischem CLTC-Zyklus schafft der N90 Max 464 Kilometer rein elektrisch. Rechnen wir das auf den europäischen WLTP-Zyklus und den harten Alltag um, bleiben realistische 320 bis 350 Kilometer echte, rein elektrische Reichweite. Für 95 Prozent aller europäischen Autofahrer bedeutet das: Der Wagen wird wochenlang keinen Tropfen Benzin sehen, da die Pendelstrecken und Wochenendausflüge komplett elektrisch und lokal emissionsfrei absolviert werden. Erst wenn es mit der siebenköpfigen Familie in den Skiurlaub nach Österreich oder ans Mittelmeer geht, springt der Range Extender an, zieht Benzin aus dem 60-Liter-Tank und pusht die Gesamtreichweite jenseits der 1.000-Kilometer-Marke (realistisch).

2. Abmessungen und Raumwunder: Der 2+2+3 Business-Van-Ersatz

Die Dimensionen des Xiaomi N90 Max sind auf europäischen Straßen eine echte Ansage. Mit 5.285 mm Länge, 1.998 mm Breite und 1.825 mm Höhe (bei einem monströsen Radstand von 3.080 mm) sprengt er die Maße üblicher Garagen und vieler städtischer Parkhäuser. Er ist länger als ein Mercedes GLS und fast auf Augenhöhe mit einem Cadillac Escalade. Doch Xiaomi nutzt diesen gigantischen Fußabdruck brillant aus.

Während viele europäische SUVs in der dritten Reihe nur Notsitze für Kleinkinder bieten, setzt der N90 Max auf ein vollwertiges 2+2+3-Layout. Die zweite Reihe besteht aus zwei luxuriösen, elektrisch verstellbaren „Captain Chairs“ (Einzelsitzen) mit Massage, Belüftung und eigenen Touch-Displays. Durch den breiten Mittelgang zwischen diesen Sitzen gelangt man in die dritte Reihe, die tatsächlich Platz für drei Personen bietet – und dank des drei Meter langen Radstands müssen Erwachsene hier nicht mit den Knien an den Ohren sitzen.

Der absolute Trumpf ist jedoch der Kofferraum. Bei einem konventionellen 7-Sitzer (wie dem Kia EV9 oder Volvo EX90) schrumpft das Gepäckabteil bei Nutzung aller Sitze oft auf klägliche 300 Liter zusammen – genug für zwei Sporttaschen, aber nicht für den Urlaub. Der Xiaomi N90 Max bietet selbst bei hochgeklappter dritter Sitzreihe noch 577 Liter Ladevolumen. Legt man alle hinteren Sitze elektrisch um, entsteht eine völlig ebene Ladefläche mit 1.831 Litern. Damit ist der N90 Max nicht nur ein Luxus-SUV, sondern faktisch ein Premium-Van im Gelände-Outfit.

3. Antrieb und Fahrdynamik: 310 kW im 2,7-Tonnen-Kreuzer

Ein solch massives Fahrzeug adäquat zu bewegen, erfordert rohe Gewalt. Xiaomi verbaut serienmäßig einen Allradantrieb (AWD) mit zwei Elektromotoren, die eine Systemleistung von 310 kW (entspricht 421 PS) auf den Asphalt pressen. Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h gelingt in absurden 5,9 Sekunden. Wer in diesem 5,28 Meter langen Koloss bei grüner Ampel das Strompedal durchdrückt, erlebt eine fast surreale Fahrphysik. Der N90 Max hebt den Bug leicht an und sprintet völlig geräuschlos mit der Vehemenz eines Sportwagens los. Die Höchstgeschwindigkeit ist elektronisch auf 190 km/h limitiert, was für den deutschen Autobahnverkehr mehr als ausreichend ist und das Drehzahlniveau der Elektromotoren im effizienten Bereich hält.

Das Fahrwerk (höchstwahrscheinlich adaptiv mit Luftfederung und elektronischen Dämpfern, wie in dieser chinesischen Preisklasse üblich) muss Schwerstarbeit leisten. Die Abstimmung des N90 Max ist primär auf maximalen Komfort ausgelegt. Er filtert Querfugen und schlechten Asphalt weg wie ein fliegender Teppich. In schnellen Kurven macht sich jedoch das Gewicht bemerkbar – die Gesetze der Physik lassen sich nicht völlig aushebeln. Es ist ein Cruiser, kein Kurvenräuber. Die Bremsanlage muss extrem kräftig dimensioniert sein, wobei der Xiaomi im Alltag primär über das leistungsstarke Rekuperationssystem (Bremsenergierückgewinnung) verzögert wird.

4. Der Langstrecken-Check: Wenn die Batterie leer ist

Der kritischste Punkt bei jedem EREV oder PHEV ist das Szenario der leeren Batterie. Wenn die massiven 76 kWh auf der Autobahn aufgebraucht sind, springt der Range Extender an. Viele europäische Plug-in-Hybride mutieren in diesem Moment zu dröhnenden, untermotorisierten Spritschluckern, weil ein kleiner Vierzylinder plötzlich ein drei Tonnen schweres Auto samt toter Batterie ziehen muss.

Hier greift die clevere EREV-Architektur des N90 Max. Da der Verbrenner die Räder nicht antreibt, läuft er in einem permanent optimalen Drehzahlfenster als reiner Stromgenerator. Xiaomi verspricht einen Kraftstoffverbrauch von 6,26 Litern auf 100 Kilometer (nach WLTC) bei völlig leerer Batterie. Das ist für ein SUV dieser Größe aerodynamisch und thermodynamisch ein herausragender Wert. Auf der deutschen Autobahn bei Tempomat 130 km/h sollten Käufer jedoch realistische 8,0 bis 8,5 Liter Benzin einplanen, da der Luftwiderstand der massiven Karosserie exponentiell steigt. Dennoch: Im Vergleich zu einem Audi Q7 TFSI e oder einem BMW X5 PHEV, die mit leerem Akku auf der Autobahn gerne 10 bis 12 Liter schlucken, ist das Antriebsmanagement von Xiaomi hochgradig effizient.

5. Laden, V2L und die Dragon Armor Battery

Wenn das Fahrzeug an der heimischen Wallbox oder dem städtischen HPC-Lader steht, spielt die 76 kWh große NMC-Batterie (Nickel-Mangan-Cobalt) ihre Stärken aus. Xiaomi tauft den Akku „Dragon Armor Battery“, was auf ein hochsicheres Cell-to-Pack-Design (CTP) hindeutet, bei dem die Batteriezellen direkt in das schützende Chassis integriert sind, um Bauraum zu sparen und die Verwindungssteifigkeit zu erhöhen.

An der Gleichstrom-Schnellladesäule (DC) gibt Xiaomi an, dass in nur 15 Minuten Ladezeit Strom für 285 Kilometer (CLTC) nachgeladen wird. Übersetzt in die europäische WLTP-Realität bedeutet das, dass der N90 Max in einer Viertelstunde gut 200 echte E-Kilometer nachlädt. Dies lässt auf eine maximale DC-Ladeleistung von etwa 130 bis 150 kW schließen. Für ein EREV-Fahrzeug ist das ein exzellenter Wert (viele PHEVs laden nur mit lahmen 50 kW oder ausschließlich über AC).

Ein weiteres technisches Highlight ist die V2L-Funktion (Vehicle-to-Load). Der N90 Max verfügt über integrierte Steckdosen, die unglaubliche 6,6 kW externe Leistung abgeben können. Damit ist das Auto ein rollendes Kraftwerk. Sie können auf dem Campingplatz problemlos zwei leistungsstarke Induktionskochfelder, einen Kühlschrank und eine Kaffeemaschine gleichzeitig betreiben, oder auf einer Baustelle schweres Gerät antreiben. Die Kombination aus 76-kWh-Batterie und dem 60-Liter-Benzintank (der bei Bedarf über den Generator als Backup-Stromlieferant fungiert) macht den N90 Max zum ultimativen Off-Grid-Fahrzeug.

6. Software und HyperOS: Das rollende Smartphone

Man darf bei der Betrachtung der mechanischen Qualitäten niemals vergessen, wer dieses Fahrzeug baut: Xiaomi ist primär ein Tech-Gigant, kein klassischer Autobauer. Das spiegelt sich im gesamten Innenraum und der Bedienphilosophie wider. Das Zentrum des Fahrzeugs bildet das „HyperOS“, Xiaomis eigenes Betriebssystem, das eine nahtlose Brücke zwischen dem Fahrzeug, dem Smartphone des Nutzers und dem heimischen Smart-Home-Ökosystem schlägt.

Im N90 Max bedeutet das in der Praxis: Wenn Sie sich dem Fahrzeug nähern, hat das Auto bereits Ihre Kalendertermine synchronisiert, die Navigationsroute für das anstehende Meeting berechnet und die Klimatisierung auf Ihre hinterlegte Lieblingstemperatur eingestellt. Vorne blickt der Fahrer auf ein massives Zentraldisplay (wahrscheinlich in 3K- oder 4K-Auflösung) mit einer Bildwiederholrate, die aktuelle deutsche Premium-Systeme im Vergleich oft ruckelig wirken lässt. Die Sprachsteuerung verarbeitet komplexe, verschachtelte Sätze in Echtzeit. „Mir ist kalt, schalte die Sitzheizung auf Stufe zwei und suche mir auf dem Weg nach München einen Schnelllader, bei dem es guten Kaffee gibt“ – solche Anweisungen werden vom System fehlerfrei übersetzt.

Auch die Passagiere in der zweiten und dritten Reihe profitieren von dieser digitalen DNA. Es gibt Magnethalterungen („Pin-and-Play“) für Xiaomi-Tablets an den Rückseiten der Vordersitze, die sofort vom Fahrzeug erkannt und in das Infotainment-System integriert werden. Kinder können Serien streamen, während Geschäftsleute an Zoom-Konferenzen teilnehmen. Dieser Grad der Digitalisierung ist das eigentliche Verkaufsargument, mit dem Xiaomi die Generation der Digital Natives ansprechen will.

7. Autonomes Fahren: LiDAR und künstliche Intelligenz

Ein 5,28-Meter-Schiff auf langen Autobahn-Etappen zu manövrieren, kann anstrengend sein. Xiaomi packt den N90 Max daher bis unters Dach mit Sensorik. Auf dem Dach thront ein markanter LiDAR-Sensor (Light Detection and Ranging), unterstützt von hochauflösenden Kameras, Millimeterwellen-Radarsystemen und Ultraschallsensoren rund um das Fahrzeug. Diese Hardware-Armada wird von Nvidia-Orin-Chips (oder Xiaomis eigenen, hochgezüchteten KI-Prozessoren) gesteuert.

In China ermöglicht dieses Setup bereits „Navigate on Autopilot“ (NOA) in Städten und auf Autobahnen, bei dem das Auto völlig selbstständig Fahrspuren wechselt, Ampeln erkennt und Abfahrten nimmt. Für den europäischen Markt (2026/2027) wird das System aufgrund der strengen UN-R155/R156-Regularien und EU-Vorgaben zwar leicht beschnitten sein, aber ein fehlerfreies Level-2+-System für den Autobahn-Stau (bis 130 km/h) mit automatisiertem Spurwechsel ist garantiert. Besonderes Highlight für gestresste Eltern: Das „Valet Parking“. Man steigt vor dem Supermarkt oder der eigenen Garage aus, drückt einen Knopf auf der App, und der N90 Max parkt den Riesen-Körper selbstständig rückwärts in die engste Lücke, ohne dass jemand am Steuer sitzen muss.

8. Der brutale Vergleich: Xiaomi vs. Mercedes GLS und Kia EV9

Um die Wucht dieses Fahrzeugs richtig einzuordnen, müssen wir es in den direkten Vergleich mit den etablierten Familien-Vans und Luxus-SUVs setzen. Die Zielgruppe für den N90 Max ist eindeutig: Menschen, die Platz für 6 bis 7 Personen suchen, ohne auf Premium-Features verzichten zu wollen.

Gegen den Mercedes-Benz GLS:
Ein Mercedes GLS ist das Maß der Dinge beim Raumangebot europäischer SUVs. Doch der GLS ist ein reiner Verbrenner (oder Mild-Hybrid), kostet oft weit über 110.000 Euro und verbraucht im Stadtverkehr massiv Kraftstoff. Der Xiaomi N90 Max bietet ähnliche Außenmaße, übertrifft den GLS durch den flachen E-Auto-Boden jedoch im Innenraumgefühl. Wer 90 Prozent seiner Fahrten im Alltag elektrisch absolvieren will, aber die Größe eines GLS benötigt, findet im N90 Max die Lösung, ohne auf den Verbrenner-Backup für die 1.000-Kilometer-Fahrt nach Italien zu verzichten.

Gegen den Kia EV9:
Der Kia EV9 ist der aktuelle König der vollelektrischen 7-Sitzer in Europa. Er lädt dank 800-Volt-Architektur rasend schnell. Doch wenn der Kia EV9 im tiefsten Winter mit Dachbox auf der Autobahn mit voller Zuladung bewegt wird, schrumpft seine 100-kWh-Batterie auf eine reale Reichweite von gut 300 Kilometern zusammen. Hier lacht der Xiaomi-Fahrer. Wenn die 76-kWh-Batterie des N90 Max leer ist, springt unmerklich der Generator an und der Wagen fährt dank des 60-Liter-Tanks noch 700 Kilometer weiter. Für extreme Vielfahrer mit schwerem Anhänger oder vollem Gepäck ist das EREV-Konzept dem reinen BEV im Winter gnadenlos überlegen.

Die interne China-Konkurrenz (Li Auto L9):
Der eigentliche Hauptgegner des Xiaomi SkyNomad N90 Max ist nicht deutsch, sondern chinesisch: Der Li Auto L9. Li Auto hat das Konzept der riesigen EREV-SUVs in China perfektioniert. Xiaomi attackiert hier mit einem massiven Software-Vorteil. Das „HyperOS“-Infotainment-System von Xiaomi vernetzt das Fahrzeug nahtlos mit Smartphones, Smart-Home-Geräten und Tablets. Jeder Passagier auf den Einzelsitzen hinten (Captain Chairs) kann über eigene Xiaomi-Tablets Klimatisierung, Navigation und Entertainment steuern. Diese digitale DNA ist der USP (Unique Selling Proposition) des N90 Max.

Technische Daten: Xiaomi SkyNomad N90 Max (EREV)

Spezifikation
Xiaomi Pengcheng N90 Max (2026)
Antriebskonzept
EREV (Extended-Range Electric Vehicle)
Abmessungen (L x B x H)
5.285 x 1.998 x 1.825 mm
Radstand
3.080 mm
Sitzkonzept
7-Sitzer (2+2+3) mit Captain Chairs
Batteriekapazität
76 kWh (Dragon Armor, NMC)
Tankvolumen (Benzin-Generator)
60 Liter
Elektrische Reichweite (CLTC / Schätzung WLTP)
464 km / ca. 320 – 350 km real
Kumulierte Gesamtreichweite (CLTC)
1.705 km
Systemleistung / Antrieb
310 kW (421 PS) / Allradantrieb (AWD)
Beschleunigung 0-100 km/h
5,9 Sekunden
Verbrauch (leere Batterie, WLTC)
6,26 l/100 km
Kofferraumvolumen (7 Sitze / max.)
577 Liter / 1.831 Liter
V2L (Vehicle-to-Load)
Ja, bis zu 6,6 kW Abgabeleistung

Fazit von Jurij Senkewitsch

Der Xiaomi SkyNomad N90 Max (Pengcheng) ist ein Automobil gewordener Superlativ. Ein 5,28 Meter langes Monstrum mit der Fahrdynamik eines Sportwagens und dem Platzangebot eines Sprinters. Xiaomi beweist hier, dass EREV-Technologie im Jahr 2026 für große, schwere Fahrzeuge schlichtweg die intelligentere Wahl ist, als noch massivere Batterieblöcke jenseits der 120 kWh zu verbauen. 76 kWh reichen völlig aus, um den Arbeitsweg, den Schultransport und die Einkäufe in Deutschland monatelang lokal emissionsfrei und elektrisch abzuwickeln. Und auf der Urlaubsfahrt übernimmt der Generator, ohne dass man die Nerven an belegten Schnellladesäulen verliert.

Wem empfehle ich dieses Fahrzeug? Großfamilien, Geschäftsführern mit Chauffeur-Bedarf und Menschen, die häufig Pferde- oder Wohnanhänger ziehen. Für diese Klientel ist der N90 Max eine ernsthafte Gefahr für den Mercedes GLS oder den BMW X7. Wem rate ich ab? Allen, die in urbanen Innenstädten leben. Mit fast zwei Metern Breite und 5,3 Metern Länge wird jedes deutsche Standard-Parkhaus zum Nervenkrieg, und in Altstadt-Straßen rangieren Sie im Millimeter-Bereich. Doch wer den Platz hat, bekommt hier ein Stück automobile Zukunft, bei dem die deutschen Premium-Hersteller extrem genau hinsehen sollten.

Jurij Senkewitsch

Fachautor für Elektromobilität bei EvAutos25. Er spezialisiert sich auf Elektroautos, Batterietechnologien und Ladeinfrastruktur sowie auf die Analyse des deutschen und europäischen E-Auto-Marktes.

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