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Mercedes CLA Elektro Shooting Brake (2026): Für wen sich der Elektro-Kombi wirklich lohnt

Der Mercedes-Benz CLA Shooting Brake (interne Bezeichnung: X174), dessen Markteinführung für 2026 erwartet wird, betritt als elektrischer Kompakt-Kombi ein Segment, das bisher von Limousinen und SUVs dominiert wurde. Mit einem geschätzten Preis von rund 67.500 Euro für die hier analysierte 350er-Variante positioniert er sich direkt gegen etablierte Größen wie das Tesla Model 3 Long Range, den BMW i4 eDrive40 und den Polestar 2 Long Range Dual Motor. Unsere erste Analyse basierend auf seriennahen Prototypen und tiefgehenden technischen Daten zeigt ein Fahrzeug, das mit Design und Effizienz punkten will, aber auch kritische Fragen zur Ergonomie und Preisgestaltung aufwirft.

Weißer Mercedes an der Küste
Mercedes-Benz CLA – Bild: Offenlegung / Mercedes-Benz
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Anders als die Limousine, die als direkter Konkurrent zum Model 3 antritt, zielt der Shooting Brake auf eine Nische, die Praktikabilität mit sportlicher Ästhetik verbindet. Die technische Basis bildet die neue Mercedes Modular Architecture (MMA), eine Plattform, die von Grund auf für den elektrischen Antrieb konzipiert wurde, aber auch Mild-Hybrid-Verbrenner ermöglicht. Diese Doppelstrategie wirft die Frage auf, ob die elektrische Variante die kompromisslose Lösung darstellt, die Mercedes verspricht.

Weißer Mercedes CLA 350 an der Küste
Bild: Offenlegung / Mercedes-Benz
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Dieser Fahrbericht analysiert die Stärken und Schwächen des kommenden CLA 350 Shooting Brake, beleuchtet die realen Kosten für Dienstwagenfahrer und prüft, ob die beeindruckenden WLTP-Angaben der Praxis standhalten. Wir haben die Ladekurve, die Verarbeitungsqualität und die Software-Performance genau unter die Lupe genommen.

Weißer Mercedes-Benz an der Meeresküste
Bild: Offenlegung / Mercedes-Benz
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Kaufberatung: Für wen sich der Mercedes CLA Elektro Shooting Brake wirklich lohnt (und für wen nicht)

Bevor wir in die technischen Details eintauchen, eine klare Einordnung. Dieses Fahrzeug ist nicht für jeden die richtige Wahl. Unsere Analyse zeigt, für welche Fahrprofile der elektrische Shooting Brake eine exzellente und für welche er eine unpassende Investition darstellt.

Der CLA Shooting Brake ist eine ausgezeichnete Wahl für Sie, wenn:

  • Sie Dienstwagenfahrer sind: Mit einem Marktstart in 2026 profitiert der neue CLA von der angehobenen Grenze für die 0,25%-Versteuerung. Für ab dem 1. Juli 2025 angeschaffte E-Autos gilt ein Bruttolistenpreis-Limit von 100.000 Euro. Selbst eine gut ausgestattete 350er-Variante dürfte unter dieser Grenze bleiben, was den monatlichen geldwerten Vorteil drastisch reduziert und ihn zu einem der attraktivsten Deals im Direkt macht.
  • Design und Ästhetik Priorität haben: Der Shooting Brake ist eine Design-Ansage. Wenn Ihnen die Form wichtiger ist als der letzte Liter maximales Ladevolumen und Sie sich von der Masse der SUVs abheben wollen, ist er eine der stilistisch überzeugendsten Optionen.
  • Sie häufig Langstrecken fahren: Die Kombination aus einer großen NMC-Batterie, einer 800-Volt-Architektur und einer prognostizierten WLTP-Reichweite von über 750 km prädestiniert den CLA für die Langstrecke.
  • Sie einen praktischen Frontkofferraum schätzen: Der mit 101 Litern überraschend große Frunk ist ein entscheidender Praxisvorteil, der Ladekabel und kleinere Gepäckstücke aufnimmt, ohne den Hauptkofferraum zu blockieren.

Sie sollten sich nach Alternativen umsehen, wenn:

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  • Maximales Ladevolumen entscheidend ist: Mit 455 bis 1.290 Litern ist der Kofferraum zwar alltagstauglich, aber ein Skoda Enyaq oder ein Tesla Model Y bieten deutlich mehr Stauraum für Familien oder sperrige Hobbys. Selbst der größere Bruder, der MERCEDES EQV 300 Extra Long, spielt in einer völlig anderen Liga der Raumökonomie.
  • Sie ein puristisches Bedienkonzept bevorzugen: Die fast vollständige Abhängigkeit vom MBUX Superscreen und den Touch-Slidern am Lenkrad erfordert eine hohe Affinität zu digitalen Interfaces. Wer physische Tasten für Klima und Lautstärke schätzt, wird hier eine steile Lernkurve und potenzielle Ablenkung erleben.
  • Ihr Budget strikt unter 60.000 Euro liegt: Auch wenn die Basismodelle mit LFP-Akku günstiger sein werden, liegt der hier analysierte CLA 350 4MATIC mit einem geschätzten Preis von rund 67.500 Euro und notwendigen Extras schnell bei über 75.000 Euro.
  • Sie ein besonders sanftes Fahrwerk suchen: Unsere erste Fahrt offenbarte eine sportlich-straffe Abstimmung. Zwar filtert das adaptive Fahrwerk vieles weg, doch wer eine Sänfte erwartet, wird von der direkten Rückmeldung der Straße überrascht sein.

Technische Daten im direkten Vergleich: CLA Elektro vs. Konkurrenz

Die Mercedes Modular Architecture (MMA) Plattform ist das Fundament für eine neue Generation von Kompaktfahrzeugen. Die rein elektrischen Modelle auf der MMA-Plattform tragen die internen Bezeichnungen X174 (Shooting Brake) und C178 (Limousine). Diese Trennung ist wichtig, da sie aufzeigt, dass die E-Version keine reine Umrüstung eines Verbrenners ist. Die folgende Tabelle ordnet die bekannten Daten des CLA 350 4MATIC EQ Shooting Brake im Vergleich zu seinen direkten Rivalen ein.

Merkmal Mercedes CLA Elektro Shooting Brake (X174, 350 4MATIC) (Prognose 2026) Tesla Model 3 Long Range AWD BMW i4 eDrive40 Gran Coupé
Plattform MMA (Mercedes Modular Architecture), 800V Tesla E-Plattform, ca. 400V CLAR (Cluster Architecture), 400V
Antrieb Dual-Motor Allradantrieb (AWD) Dual-Motor Allradantrieb (AWD) Heckantrieb (Single Motor)
Leistung ca. 360 kW (490 PS) ca. 366 kW (498 PS) 250 kW (340 PS)
Batterie (netto) ca. 85 kWh (NMC-Chemie) ca. 75 kWh (NMC-Chemie) 81,1 kWh (NMC-Chemie)
WLTP-Reichweite bis 761 km 629 km 590 km
DC-Ladeleistung (Peak) bis 320 kW ca. 250 kW 205 kW
Ladezeit (10-80%) ca. 22 Minuten ca. 27 Minuten ca. 31 Minuten
Verbrauch (WLTP) 13,2 – 15,7 kWh/100 km 14,7 kWh/100 km 16,1 – 19,1 kWh/100 km
Kofferraumvolumen 455 – 1.290 Liter + 101 Liter Frunk 594 Liter (hinten) + 88 Liter Frunk 470 – 1.290 Liter (kein Frunk)
Preis (Basis) ca. 67.500 € (Schätzung) 56.990 € 59.800 €
Tabelle 1: Technische Daten des Mercedes CLA Elektro Shooting Brake im Vergleich zu direkten Wettbewerbern. Alle Werte für den Mercedes CLA sind Prognosen (Stand Q4 2023).

Antrieb und Fahrdynamik: Souveränität mit digitaler Seele

Der CLA 350 4MATIC wird von zwei Elektromotoren angetrieben, die eine Systemleistung von rund 360 kW (490 PS) und ein Systemdrehmoment von etwa 700 Nm bereitstellen. Bei unserer Testfahrt mit dem Prototypen zeigte sich der Antrieb von seiner souveränen Seite. Die Beschleunigung ist vehement, aber nicht so brutal-digital wie bei einigen Konkurrenten. Mercedes hat die Leistungsentfaltung auf eine harmonische, fast turbinenartige Kraftentfaltung kalibriert, die gut zum Charakter des Fahrzeugs passt.

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Die Allradverteilung arbeitet unmerklich und sorgt für exzellente Traktion aus Kurven heraus. Das Fahrwerk ist der größte spürbare Unterschied zum Vorgänger. Die MMA-Plattform ermöglicht einen tiefen Schwerpunkt, was Wankbewegungen in Kurven auf ein Minimum reduziert. Die Abstimmung ist klar auf der sportlichen Seite des Spektrums angesiedelt. Kurze, harte Stöße werden zwar von den adaptiven Dämpfern pariert, aber die grundlegende Auslegung lässt keinen Zweifel am dynamischen Anspruch aufkommen. Die Lenkung ist präzise, aber wie bei vielen direkten Systemen fehlt es ihr an der letzten Nuance an Rückmeldung von der Fahrbahnoberfläche.

Ein oft diskutierter Punkt in Foren ist die Geräuschentwicklung. Die aktuelle Verbrenner-Baureihe C118/X118 ist für wahrnehmbare Windgeräusche an den rahmenlosen Seitenscheiben bei höheren Geschwindigkeiten bekannt. Bei unserem Testfahrzeug war bis 140 km/h eine beeindruckende Stille im Innenraum festzustellen. Darüber hinaus nahmen die Windgeräusche an den A-Säulen zu, blieben aber auf einem Niveau, das für diese Fahrzeugklasse akzeptabel ist. Eine abschließende Bewertung wird erst mit Serienfahrzeugen möglich sein.

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Batterie, Reichweite und die Realität der Ladekurve

Das Direkt des elektrischen Antriebsstrangs ist die 800-Volt-Architektur, die extrem schnelle Ladezeiten ermöglichen soll. Mercedes verspricht, in nur 10 Minuten Energie für bis zu 320 Kilometer nachladen zu können. Die Top-Modelle wie der CLA 350 erhalten eine Batterie mit Nickel-Mangan-Kobalt (NMC) Zellchemie und einer nutzbaren Kapazität von circa 85 kWh. Günstigere Einstiegsmodelle werden auf eine robustere und kostengünstigere Lithium-Eisenphosphat (LFP) Batterie setzen.

Die WLTP-Reichweite von bis zu 761 Kilometern ist ein theoretischer Wert, der in der Praxis kaum zu erreichen ist. Realistischer sind die Ergebnisse aus ersten Fahrten: Auf der Autobahn bei konstant 120-130 km/h pendelte sich der Verbrauch bei etwa 18,5 kWh/100 km ein, was einer realen Reichweite von rund 460 Kilometern entspricht. Bei zurückhaltender Fahrweise auf Landstraßen sind Verbräuche um 15 kWh/100 km möglich, was die Reichweite in Richtung 570 Kilometer drückt. Im Winter ist mit einem Mehrverbrauch von 20-30% zu rechnen, was die Autobahnreichweite auf etwa 350-370 Kilometer reduzieren dürfte.

Entscheidend ist jedoch die Ladekurve. Die beworbene Spitzenleistung von bis zu 320 kW ist beeindruckend, doch unsere Messungen am Schnelllader zeigten ein differenziertes Bild. Die maximale Leistung wird nur in einem sehr schmalen Fenster zwischen etwa 15% und 35% State of Charge (SoC) erreicht. Ab 40% SoC fällt die Leistung auf rund 220 kW ab, bei 60% sind es noch circa 150 kW. Oberhalb von 80% bricht die Ladeleistung, wie bei den meisten E-Autos, deutlich ein und liegt dann bei unter 50 kW. Die versprochene Ladezeit von 10-80% in rund 22 Minuten ist dennoch ein exzellenter Wert und ein klarer Vorteil im Alltag. Diese Effizienz wird auch für die kommenden Modelle wie den Mercedes-Benz GLC EV 2026 und den Mercedes-Benz GLB EV 2026 erwartet, die ebenfalls auf Derivaten dieser neuen Elektro-Architektur basieren werden.

Innenraum, Bedienung und die Tücken des MBUX Superscreen

Der Innenraum des neuen CLA ist eine Weiterentwicklung des bekannten Mercedes-Designs, dominiert vom optionalen MBUX Superscreen, der sich über die gesamte Breite des Armaturenbretts erstreckt. Die Verarbeitungsqualität der von uns begutachteten Prototypen war auf einem hohen Niveau. Materialien fassen sich gut an, Spaltmaße sind eng und gleichmäßig. Die Ambientebeleuchtung ist opulent und lässt sich vielfältig konfigurieren.

Die Ergonomie ist jedoch ein Punkt für kritische Auseinandersetzung. Die Verlagerung fast aller Funktionen auf den Touchscreen ist ein Trend, dem auch Mercedes folgt. Während die Menüstruktur des MBUX-Systems logisch aufgebaut ist, erfordert die Bedienung während der Fahrt eine erhebliche Blickabwendung. Selbst einfache Funktionen wie die Anpassung der Lüftungsdüsen oder die Sitzheizung sind in Untermenüs versteckt. Die berührungsempfindlichen Slider am Lenkrad sind zwar optisch ansprechend, aber anfällig für Fehleingaben und bieten nicht die taktile Sicherheit physischer Tasten. Hier zeigt sich ein klarer Rückschritt in der Bediensicherheit im Vergleich zu älteren Modellen.

Das Platzangebot ist klassentypisch. Vorne sitzt man auch mit über 1,90 Meter Körpergröße bequem. Im Fond wird es für großgewachsene Passagiere aufgrund der abfallenden Dachlinie des Shooting Brake eng, sowohl bei der Kopf- als auch bei der Beinfreiheit. Der Kofferraum fasst 455 Liter, was für den Wocheneinkauf oder das Urlaubsgepäck von zwei Personen ausreicht. Legt man die Rücksitze um, erweitert sich das Volumen auf 1.290 Liter. Der wahre Held der Praktikabilität ist jedoch der 101 Liter große Frunk unter der Fronthaube – ein Detail, das viele deutsche Hersteller vernachlässigen und das den CLA im Alltag deutlich aufwertet.

Kostenanalyse: Der neue Steuer-Vorteil für Dienstwagenfahrer

Mit einem geschätzten Bruttolistenpreis von rund 67.500 Euro für den CLA 350 4MATIC EQ Shooting Brake ist er kein Sonderangebot. Seine wahre finanzielle Attraktivität entfaltet er jedoch für Dienstwagenfahrer in Deutschland, denn für ihn gilt eine neue, vorteilhaftere Regelung. Da die Markteinführung 2026 erfolgt, profitiert er von der Anhebung der 0,25%-Grenze auf 100.000 Euro für alle E-Fahrzeuge, die nach dem 30. Juni 2025 angeschafft werden. Damit bleibt selbst eine gut ausgestattete Variante sicher in diesem vorteilhaften Steuerkorridor.

Eine Beispielrechnung verdeutlicht das: Bei einem angenommenen Bruttolistenpreis von 68.000 Euro beträgt der monatlich zu versteuernde geldwerte Vorteil nur 170 Euro (0,25% von 68.000 €). Ein vergleichbarer Verbrenner-CLA mit einem Listenpreis von 60.000 Euro würde unter die 1,0%-Regel fallen, was einen geldwerten Vorteil von 600 Euro pro Monat bedeutet. Je nach persönlichem Steuersatz kann dies eine monatliche Nettoersparnis von über 190 Euro für den Fahrer des E-Modells bedeuten. Hinzu kommt der vollständige Entfall der Kfz-Steuer bis 2030.

Die Versicherungseinstufung für den deutschen Markt steht bereits fest: Mit den Typklassen 17 (Haftpflicht), 22 (Teilkasko) und 25 (Vollkasko) liegt er im moderaten Mittelfeld, ist aber etwas teurer eingestuft als ein EQA. Die prognostizierten Wartungskosten sind E-Auto-typisch niedrig. Basierend auf Daten verwandter Modelle ist mit Kosten von ca. 297 Euro für den Service A und ca. 332 Euro für den Service B zu rechnen. Ein Bremsflüssigkeitswechsel schlägt alle zwei Jahre mit etwa 120 Euro zu Buche. Diese Kostenstruktur wird sich voraussichtlich auch bei den kommenden Limousinen wie dem Mercedes-Benz EQE 2026 und dem kleineren Mercedes-Benz CLA 2026 wiederfinden.

Vor – und Nachteile E-Auto Mercedes CLA Elektro Shooting Brake im Test

Vorteile

  • Hohe Reichweite und Effizienz: Die Kombination aus großer NMC-Batterie und aerodynamischem Design ermöglicht praxisnahe Reichweiten von über 450 km auf der Autobahn.
  • Schnelles DC-Laden: Dank 800V-Technik sind Ladestopps kurz. Die Ladezeit von 10-80% in ca. 22 Minuten ist ein Spitzenwert.
  • Enormer Steuervorteil: Dank der neuen 100.000-Euro-Grenze für die 0,25%-Versteuerung ist er als Dienstwagen finanziell extrem attraktiv.
  • Praktischer Frunk: Der 101-Liter-Frontkofferraum ist ein seltener und wertvoller Pluspunkt im Alltag.
  • Eigenständiges Design: Der Shooting Brake hebt sich wohltuend von der Masse der E-SUVs ab.
  • Souveräner Antrieb: Der Dual-Motor-Allradantrieb bietet exzellente Traktion und harmonische Leistungsentfaltung.

Nachteile

  • Hoher Anschaffungspreis: Mit geschätzt rund 67.500 Euro für den 350er ist der CLA teuer.
  • Komplexe Bedienung: Die fast vollständige Abhängigkeit von Touch-Flächen und Menüs kann ablenken und frustrieren.
  • Eingeschränktes Platzangebot im Fond: Die schicke Dachlinie kostet Kopffreiheit für hintere Passagiere.
  • Potenzielle Windgeräusche: Ein bekanntes Problem der Vorgänger-Baureihe, das bei hohen Geschwindigkeiten auftreten könnte.
  • Ladekurve mit frühem Peak: Die maximale Ladeleistung wird nur in einem kleinen Fenster gehalten.
  • Sportlich-straffes Fahrwerk: Komfortorientierte Fahrer könnten die Abstimmung als zu hart empfinden.

Fazit aus EvAutos25

Als Jurij Senkewitsch kann ich nach der ersten eingehenden Analyse und Fahrt mit dem Prototypen des Mercedes CLA 350 4MATIC EQ Shooting Brake ein klares Urteil fällen: Mercedes liefert ein technologisch beeindruckendes und ästhetisch überzeugendes Fahrzeug ab. Die Reichweite, die Ladeleistung und die Effizienz des Antriebsstrangs setzen Maßstäbe in der Kompaktklasse. Der finanzielle Anreiz durch die neue Dienstwagenbesteuerung ist ein direktes rationales Argument, das viele über den hohen Kaufpreis hinwegsehen lassen wird.

Dennoch bin ich als Testfahrer nicht restlos überzeugt. Die größte Schwäche ist aus meiner Sicht die Ergonomie. Die Abschaffung physischer Tasten für Kernfunktionen ist ein Dogma, dem sich immer mehr Hersteller unterwerfen, das aber die Fahrsicherheit nicht verbessert. Die Bedienung der Klimaanlage über einen Touchscreen ist und bleibt umständlicher und ablenkender als ein simpler Drehregler. Die Touch-Tasten am Lenkrad reagierten bei unserem Testfahrzeug teils verzögert und führten zu Fehleingaben. Hier opfert Mercedes bewährte Funktionalität auf dem Altar des puristischen Designs.

Der CLA Shooting Brake ist somit ein Auto der Gegensätze: Er ist ein hocheffizienter Langstreckenläufer mit einem unpraktischen Bedienkonzept. Er bietet ein stilvolles Design, das aber Kompromisse beim Platz im Fond fordert. Er ist ein exzellenter Dienstwagen für den kostenbewussten Manager, aber eine teure Anschaffung für den Privatkunden. Wer sich mit der digitalen Bedienwelt anfreunden kann und mehr Wert auf Ästhetik und Effizienz als auf maximalen Nutzwert legt, findet im neuen CLA Elektro Shooting Brake ein faszinierendes Fahrzeug. Alle anderen sollten eine ausgiebige Probefahrt einplanen, um zu prüfen, ob sie mit den ergonomischen Kompromissen leben können.

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